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V-Figur

V-Figur – Kleidung nähen, die Ihre Proportionen harmonisch ausgleicht

Die V-Figur, auch Apfelfigur genannt, zeichnet sich durch eine markantere Schulterpartie und schmalere Hüften aus. Der Oberkörper wirkt dadurch präsent, während Hüften und Beine häufig schlanker erscheinen. Die Taille ist meist weniger stark ausgeprägt.

Beim Nähen können Sie diese Proportionen bewusst aufgreifen und mit den richtigen Schnitten, Stoffen und Details für einen harmonischen Gesamteindruck sorgen. Ruhige, klare Linien im Oberkörper und etwas mehr Bewegung oder Volumen im unteren Bereich schaffen einen schönen Ausgleich.
 
Typische Merkmale

Die Schultern sind breiter als die Hüften
Der Oberkörper wirkt präsent und markant
Die Taille ist meist weniger stark ausgeprägt
Hüften und Beine wirken häufig schmaler
Die Schulterpartie ist eine natürliche Stärke der Silhouette
 


Das können Sie beim Nähen beachten

Bei der V-Figur liegt der Fokus darauf, die vorhandene Schulterlinie nicht zusätzlich zu betonen, sondern die Proportionen durch interessante Schnittdetails im unteren Bereich auszugleichen.

Das bedeutet nicht, dass Sie auf besondere Ausschnitte oder schöne Details am Oberkörper verzichten müssen. Entscheidend ist vielmehr, wo Sie Akzente setzen und wie Schnitt und Stoff miteinander wirken.

Oberteile mit klaren, vertikalen Linien

Beim Nähen sind weich fallende Stoffe besonders interessant. Sie folgen dem Körper, ohne zusätzliches Volumen an der Schulterpartie aufzubauen.
V-Ausschnitte strecken den Oberkörper optisch und führen den Blick in die Länge. Auch Blusen und Shirts mit einer vertikalen Knopfleiste oder einer längeren, klaren Linienführung verlängern den Oberkörper optisch.

Ruhige Schnittführungen und reduzierte Details im Schulterbereich lassen die vorhandene Schulterlinie wirken, ohne sie weiter zu verbreitern. Oversize Schnitte sind eher unvorteilhaft.

Ärmel und Schulterpartie bewusst wählen


Starke Schulterpolster, sehr voluminöse Puffärmel oder ausgeprägte Schulterverzierungen betonen die Schulterpartie zusätzlich und sollten eher zurückhaltend verwendet werden.  Schlichtere Ärmel, weich fallende Materialien und überschnittene oder locker angesetzte Schulterlinien können dagegen für eine ruhigere obere Silhouette sorgen.

Interessant sind auch Schnittdetails, die den Blick aus der Schulterpartie herausführen – beispielsweise eine längere Blusenform, eine offene Jacke oder eine vertikale Teilungsnaht.

Hosen und Röcke mit mehr Bewegung

Der untere Bereich bietet viele Möglichkeiten, beim Nähen bewusst Akzente zu setzen. Weit geschnittene Hosen, Marlenehosen, Palazzohosen oder Wide-Leg-Modelle bringen mehr Volumen und Bewegung in die Hüft- und Beinpartie.

Auch ausgestellte Röcke und A-Linien sind eine schöne Möglichkeit, die schmalere Hüftpartie optisch etwas auszugleichen.

Taschen, Teilungsnähte, Falten oder andere interessante Details können ebenfalls im unteren Bereich eingesetzt werden. So entsteht ein bewusster Gegenpol zur markanteren Schulterpartie.

Kleider für eine ausgewogene Silhouette


Bei Kleidern können Sie Ober- und Unterkörper besonders schön miteinander verbinden. Modelle mit einem ruhigen Oberteil und einem leicht ausgestellten oder bewegten Rockteil schaffen eine ausgewogene Linie.

A-Linien-Kleider, Kleider mit V-Ausschnitt oder Modelle mit langen Teilungsnähten können die Silhouette optisch strecken und gleichzeitig dem schmaleren Unterkörper mehr Raum geben.
Auch ein Gürtel oder eine definierte Taillenlinie kann interessant sein, wenn Sie die Körpermitte stärker herausarbeiten möchten.

Stoffe und Schnittmuster bewusst auswählen

Beim Nähen spielt nicht nur der Schnitt eine Rolle. Auch die Stoffqualität beeinflusst, wie ein Kleidungsstück an der V-Figur wirkt.

Für Oberteile eignen sich weich fallende Stoffe besonders gut, während Sie im unteren Bereich auch mit etwas mehr Stand, Struktur oder Volumen arbeiten können. Muster, Farben und besondere Stoffdetails lassen sich ebenfalls gezielt einsetzen, um den Blick stärker auf Röcke, Hosen oder Kleiderpartien unterhalb der Taille zu lenken.

Kurz zusammengefasst

Besonders interessant sind:

V-Ausschnitte und vertikale Linien
weich fallende Stoffe für Oberteile
ruhige, unbetonte Schulterpartien
A-Linien und ausgestellte Röcke
weite Hosen, Marlenehosen und Wide-Leg-Schnitte
Falten, Taschen und andere Details im unteren Bereich
Stoffe und Muster, die im unteren Bereich Akzente setzen
leicht ausgestellte Kleider und Jumpsuits

Eher zurückhaltend einsetzen:


sehr voluminöse Schulterdetails
ausgeprägte Schulterpolster
starke Puffärmel
viele horizontale Details im Schulterbereich
sehr schmale Schnitte im unteren Bereich, wenn die Proportionen bewusst ausgeglichen werden sollen

Ihre Schulterpartie als Stärke

Die markante Schulterlinie gehört zu den charakteristischen Merkmalen der V-Figur und kann Kleidungsstücken eine moderne, selbstbewusste Wirkung geben. Bestimmen Sie bewusst mit dem richtigen Schnitt und Stoff, wo der Blick entlang der Silhouette geführt wird. So entstehen Kleidungsstücke, die Ihre Proportionen aufgreifen und gleichzeitig genau die Wirkung erzielen, die Sie sich für Ihr selbst genähtes Kleidungsstück wünschen.

 
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